weiter südwärts…

Rückblick: Den Postangestellten in Jackson gelang es leider nicht unsere Nummernschilder abzufangen und sie wurden postwendend (ha ha ha) wieder nach Alaska zurückgeschickt. Wir durften die Schilder mit einiger Verspätung in San Francisco entgegen nehmen und glücklicherweise hatte auch kein Sheriff bemerkt, dass die temporären Schilder abgelaufen waren. Mit der Versicherung waren wir erfolgreicher. Nach einigen Anrufe bei verschiedenen Versicherungsagenten fanden wir jemanden der uns unter Vertrag nahm.

Somit konnten wir uns die Zeit wieder mit Wanderungen,  Tierbeobachtungen und auf schönen leeren State Park Campgrounds vertreiben. Die Farben der Birken und der Laubbäume waren für uns noch immer kaum in Worte zu fassen und wir konnten uns daran nicht satt sehen. 

Die Nächte wurden jedoch stetig kälter und auch über Tag wollte es nicht mehr richtig warm werden. Als die Scheiben in der Nacht sogar auch auf der Innenseite gefroren waren und ein Schneesturm in Anmarsch war, haben wir uns entschieden von Wyoming nach Idaho weiter zu fahren. Gerade rechtzeitig bevor der fallende Schnee auf der Strasse hängen bleiben konnte, fuhren wir nach Idaho. Dort wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens von den Gold Bug Hotsprings empfangen. Eine malerische Wanderung führte uns zu jenem Bach, bei welchem immer wieder warme bis heisse Pools mit Wasserfällen zu finden waren. So genossen wir einige Stunden in den Pools und konnten uns wieder kräftig aufwärmen. 

Quer durch Idaho führte unser Weg weiter an den Hood River in Oregon wo wir beabsichtigten zu Kitesurfen. Leider blieb der Wind aus und auch für die kommenden Tage war nicht mit Wind zu rechnen. So entschieden wir uns den stets wie am Schnürli  laufenden Charre wieder mal gründlich zu reinigen. In Portland fanden wir eine geeignete Tankstelle mit Staubsaugern. Emsig räumten wir alles aus und stapelten es direkt einen Meter neben unseren Van.  Dies war wohl auch einen Obdachlosen nicht entgangen und er schlenderte beiläufig neben dem Charre durch. Obwohl wir ihn beide wahrgenommen hatten und sogar noch eine Bemerkung darüber fallen liessen, dass wir ihn im Auge behalten sollten, entging es uns, dass er unseren heissgeliebten «Cooler» mitgehen liess. Wir hatten in Alaska eine gefühlte Ewigkeit danach gesucht, weil alle grössere Modelle, die man beim Zigarettenanzünder einstecken konnte schon ausverkauft hatten. Wir schauten uns an und konnten es selber fast nicht glauben, dass der «Kühlschrank» wirklich fehlte. Zu unserem Glück hatte ein Mitarbeiter an der Tankstelle bemerkt, dass ein Mann ohne «Cooler» zur Tankstelle kam und dann aber mit einem davongelaufen war. Er konnte uns sogar die Richtung weisen, in welche der Obdachlose vor einigen Minuten gelaufen war. So ging Simu gleich auf die Suche. Nach ein paar Blocks konnten er den Mann Sichten und er gab den Cooler anstandslos zurück und meinte sogar noch «You are very welcome» als er ihn Simu überreichte… 

Das Wetter in Oregon war nach wie vor nicht so nach unserem Geschmack, regnerisch und kühl, sodass wir es kaum erwarten konnten in wärmeres Gefilde zu fahren. In kurzer Zeit fuhren wir der Küste bis nach San Francisco entlang und besuchten für ein paar Tage Freunde. Danke Calvin, Dustin, Irais, Joshua und Eliana für die tollen Restaurants und den Run, auf welchen ihr uns mitgenommen habt. Ebenso durften wir mit Rachel einer Freundin, welche uns in der Schweiz besucht hatte, das Weingut Williams and Selyem in Healdsburg besuchen. Ein wunderschönes kleines Highend Weingut, welches eigentlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Da an diesem Tag aber eine Weindegustation für alle ihre privaten Mitglieder stattfand, konnte Rachel uns einschleusen und wir durften ebenso degustieren. Zum Schluss schenkte uns Rachel noch einige Flaschen Wein, die wir uns selber nicht leisten würden. Herzlichen Dank für deine Zeit und den leckeren Wein, Rachel.

 Auf dem Weg durch Oregon ist uns auch noch ein schönes Holzsurfbrett aufs Dach gekrochen und dies wollte Simu alsbald ausprobieren. Wie es der Zufall wollte, hatte ein Freund in San Franscisco noch ein extra Surfboard so, dass auch Noemi sich in den Wellen ein bisschen waschen lassen und die ersten Gehversuche auf dem Brett machen konnte.  

Weiter fuhren wir der Küste entlang nach Santa Cruz/Capitola und nach Santa Barbara, wo wir uns für einige Tage auf einem herrlichen Camping direkt am Strand niederliessen. Wunderbar diese Wärme, die Strände, die Wellen, der Farmers Market und die abendlichen Barbecues. In Santa Barbara war es dann auch, wo wir unsere Bekanntschaften, John und Carol besucht haben. Die beiden Rentner hatten wir beim morgendlichen Warten an der Grenze zwischen Alaska und Canada kennengelernt und sie luden uns ein sie zu kontaktieren wenn wir in SB seien. Danke für den Ausflug zu eurem Lieblingsrestaurant, die spannenden Gespräche und den Spaziergang durch den Park.

Nun sind wir seit gestern in Los Angeles und geniessen die Tage bei Greg in seinem grossartigen italienischen Backyard.

Wir sind Happy! 🙂

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