Kopf oder Zahl

Ein Münzwurf hatte für uns entschieden, dass wir mit der Fähre und nicht über den Landweg nach Vancouver fahren und auf Vancouver Island einen Zwischenstopp einlegen.

Auf der Überfahrt von Prince Rupert nach Port Hardy haben wir den Reisenden Don  kennengelernt, welcher auf Vancouver Island lebt und dort jeden einzelnen Telefonpfosten der Insel aufgestellt hat. Wir haben uns während der 14-stündigen Fahrt köstlich mit ihm unterhalten. Don hat uns auf einer Karte alle seine Lieblingscampingplätze und Sehenswürdigkeiten aufgezeichnet. Mit dieser Schatzkarte im Gepäck machten wir uns auf den Weg. Vancouver Island war wunderbar: Kajak fahren, erneut Orca’s sichten, Campingplätze am Meer geniessen, die kleinen Städte wie Tofino oder Ganges erkunden, der Besuch einer Fall Fair in Salt Spring Island, wo die Menschen noch sehr mit der Natur zu leben scheinen und ein lustiges Zero Emission Zuchinnirennen veranstaltet haben, Brombeerensammeln bis die Ohren wackeln und vieles mehr…

Von Vancouver Island ging es in Begleitung von regelmässigen Regenschauern in den Jasper, Banff und Yoho National Park. Trotz dem eher durchzogenen Wetter, war die Flora und Fauna immer noch äusserst beeindruckend. 

Über Montana fuhren wir direkt in den Yellowstone National Park zum Nordwesteingang. Da die Passstrasse über den Beartooth Pass kurzfristig wegen zu viel Schnee geschlossen wurde, „durften“ wir einen Umweg fahren. Dieser stellte sich nach einigen Meilen als wunderschön heraus. Ebenso wie der Missouri River in Montana, welchen wir völlig unterschätzt hatten. 

Viele gute Bekanntschaften beim Warten auf Wölfe in der Morgendämmerung und die wunderbaren Herbstfarben im Yellowstone sind kaum in Worte zu fassen. Einen kleinen Schock löste eine circa 1 Meile entfernte Bisonherde aus, welche im Nullkomanix bei uns auf der Wiese war und nicht daran dachte abzubremsen. Nach einigen Stolperschritten in unseren Gummistiefeln kamen wir beide gesund und mit dem Schrecken davon. 

Nach dem Yellowstone fuhren wir dank den Tipps von Park einer Campingbekanntschaft und ein wunderbarer Tierfotograf (sehr coole Tierfotos auf Instagramm parkkitchings, folgen lohnt sich! ) in den Grand Teton National Park und den National Forest. Weitere unglaubliche Herbstfarben und Tierbegegnungen füllten unsere Tage hier aus. 

Einige Zeit geht auch für die Suche einer Autoversicherung drauf, die uns als Ausländer versichern möchte, da die alte Versicherung aus Anchorage den Vertrag per Oktober aufgelöst hat. Scheinbar war ihnen trotz dem Schweizer Führerschein und Pass nicht bewusst, dass wir nicht aus den USA stammen. Somit verbringen wir einige Stunden in den Büros der Versicherungsagenturen in Jackson Wyoming. Ebenso erwarten wir unsere richtigen Kontrollschilder mit Sehnsucht, da die vorübergehenden am 24. September abgelaufen sind. Aber unsere etwas verpeilte Ansprechsperson in Anchorage hat die Schilder trotz unserem Wunsch diese mit Fedex zu senden mit der US Post verschickt. Nun stecken sie in einem Kontrollzentrum fest, von wo sie wegen einer ungenügenden Adressbeschriftung automatisch nach Alaska zurückgeschickt werden. Jedoch sind die lokalen Postmitarbeiter in Jackson hilfreich und versuchen, das Paket trotzdem irgendwie abzufangen. Keep the fingers crossed! Sobald wir diese beiden Dinge geregelt kriegen, fahren wir weiter, wahrscheinlich Richtung Idaho…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s