Die Räder rollen…

Die Räder rollen, die Benzinpumpe läuft, die Mosquitos verzieren (oder verschmieren 😉 die Scheiben. Juhuiii, wir geniessen es on the road. Obwohl uns mitgeteilt wurde, dass die Fähre von Homer nach Kodiak Island on strike ist, aber nobody knows how long haben wir unser Glück versucht und sind Richtung Homer losgefahren. Wunderbare Küstenlandschaften und Flüsse voller Lachse sind uns begegnet. Nach einigen Tagen sind wir beim Homer Spit angekommen und tatsächlich waren sämtliche Fähren noch immer am Streiken. Also haben wir unsere Reise angepasst und auf Grund des zur Zeit laufenden red salmon runs haben wir uns für das Fischen entschieden. Der Kenai River sollte laut Internetangabe voller red salmon (Sockey Lachs) sein… Und kaum zu glauben, links und rechts von uns haben die Kollegen Fisch um Fisch aus dem Fluss gezogen. Nur um unseren Haken haben die Lachse einen weiten Bogen gemacht. Sehen konnte man die flinken Dinger ganz gut. Gegen Abend wollten wir schon entnervt die Angel bei Seite legen und die Lachse von Hand aus dem Wasser ziehen. Der erste Tag war ernüchternd, enttäuschend und Zweifel über die vorhandene Ausrüstung kamen bei mir (Simu) auf. Noemi hat stetig weiterhin an unser Glück geglaubt. Dann ein goldener Tip eines Einheimischen: die Lachse seien schon bis zur Mündung des Russian Rivers hoch geschwommen. Also haben wir unser Petri Heil dort nochmals versucht. Neuer Haken, neue Farbe der Fliege, neues Gewicht und neue Hoffnung. Schon hatte der erste Lachs angebissen… Aber gar nicht so einfach, dass diese grossen Fische dann auch hängen bleiben und sich nicht wieder losreissen. Oder dass wir nicht eine „falsche“ Sorte rausziehen. Es gibt king, red, dog, silver und pink salmon. Für uns schauen alle mehr oder weniger ähnlich aus. Und nur den red oder silver wollten wir haben und vom silver ist dann zusätzlich noch der tägliche Fang auf drei beschränkt. Nach drei red salmons hatten wir für unseren Gebrauch genug gefangen. Unter Anleitung eines Inuitpaares haben wir den Fisch vor Ort auf den wackeligen Steinen filetiert. Gar nicht so einfach… In einer improvisierten Kühlbox (Kleiderkiste mit Eis gefüllt) haben wir den Fisch haltbar gemacht und schon bald das erste Filet zum Znacht genossen. Yummy!

Weiter zog es uns anschliessend Richtung Norden über den Hatchers Pass, den Denali Highway und den wunderschönen Top of the world Highway nach Dawson City. Am Yukon River zu stehen und die eindrückliche Grösse und Bedeutung dieses Flusses aufzunehmen, war für uns beide ein wunderbarer Moment. Ein Tag in der alten Goldgräberstadt deckte unseren Bedarf an Menschen völlig und wir freuten uns zurück in die Natur kehren zu können. Ein wunderbarer wilder Campingplatz machte dem nächsten Platz. Dazwischen lange Autofahrten, Bären-, Adler- und Elchsuchen, Wanderungen und spannende Begegnungen mit Menschen und Tieren haben die Tage kurzweilig gemacht.

Schlussendlich sind wir sogar bis nach North Pole, dem Zuhause des Santa Claus und zu den Chena Hot Springs bei Fairbanks gefahren. Fantastisch ein solch heisses Bad geniessen zu dürfen nach vielen doch eher kühlen abendlichen Duschen.

Nachdem wir wahrscheinlich den nördlichsten Punkt unserer Reise in Fairbanks erreicht hatten, sind wir gen Süden gefahren und haben drei gemütliche Tage beim Zelten und Wandern im Denali Nationalpark verbracht. Bären, Adler, Ptarmigan und Karibus sowie die ersten herbstlichen Verfärbungen der Pflanzen und Bäume haben unsere Wanderungen begleitet.

Ein paar Fotos zum Erlebten gibt’s unter Fotos.

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